Fabian Hertrich (Vocals, Acoustic Guitar)
Gabriel Hertrich (Electric Guitar, Mandolin)
Michael "Air" Hofmann (Drums, Percussion)
Michael "Karlos" Karl (Bass)

BIOGRAPHIE

Was anfänglich als One-Man-Show des Landshuter Sängers Fabian Hertrich und seiner Akustik-Gitarre begann, hat sich mit dem 2016 erschienenen Debüt-Album Young Fast Running Man (YFRM) und seinen Gastmusikern Gabriel Hertrich, Michael Hofmann und Michael Karl zum gleichnamigen Soloprojekt mit fester Band entwickelt, das Elemente des traditionellen Blues, Rock der 60er Jahre, Country und Folk vereint. Die Bandbreite des Sounds reicht von Slide Gitarren, open-tuned acoustic-fingerstyle und Blues-Harps über mit Bläsern und Streichern unterlegten Balladen bis hin zur Mandoline und Mundharmonika. Gerade bei letzterem Instrument schwingt der Einfluss von Neil Young mit, aber auch andere musikalische Urväter wie John Mayall, Bob Dylan und The Kinks haben ihren Fußabdruck hinterlassen. Um aber nicht in bloßer Nostalgie verhaftet zu bleiben, lassen sich Young Fast Running Man genauso von moderneren Künstlern wie Eddie Vedder, I Am Kloot oder Black Rebel Motorcycle Club beeinflussen.

Die im Namen „Young Fast Running Man“ angedeutete Rastlosigkeit spiegelt sich auch in den Texten wieder. Kombiniert mit der zugrundeliegenden Musik vermitteln sie die Art von Fernweh, die einen unweigerlich ins Träumen bringt, wie es wohl wäre mit diesem Sound einfach ins Auto zu steigen und davonzufahren. Authentizität ist hierbei keine hohle Phrase, denn genau dieses Gefühl verspürt auch der charismatische Sänger selbst immer wieder, weshalb viele seiner Songs auch bei spontanen Ausflügen oder Reisen entstanden sind. Mit einer tiefen, klangvollen Stimme besingt er auch den Lebensprozess und erzählt dabei sozialkritisch, sowie ohne übertriebenes Pathos von dem, was zwischen Veränderung und Beständigkeit, zwischen Vergänglichkeit und Ewigkeit liegt.

Auch auf dem zweiten Album “Young Bird” (2018) bildet die Akustikgitarre den roten Faden, der sich durch alle Songs zieht. Wie ein junger Vogel auf seinem Flug über wechselnde Landschaften wird der Zuhörer auf eine Reise durch verschiedene Klänge und Stilrichtungen geschickt, wobei Einflüsse von 60er Jahre Bluesrock Legenden wie Eric Clapton oder Peter Green und Folk-Songwriter-Größen wie Nick Drake oder Mark Lanegan stets fest in den Liedern verwurzelt bleiben.

Wie bereits im Albumtitel verankert, sind es jugendliche Neugierde, Entdeckungsdrang und ein großer Wunsch nach Freiheit, die die Künstler antreiben. Das Lösen von Normen, Vorurteilen und alltäglichen Zwängen, sowie das Verlangen nach Ungebundenheit in einer immer hektischeren und unzufriedenen Gesellschaft. Bescheidenheit und der Sinn für Ästhetik in der Einfachheit sind nicht nur Themen ihrer Erzählungen, sondern werden auch in den Arrangements integriert. Die thematisch wichtigsten Ankerpunkte bilden jedoch zum einen die Natur in ihrer unverkennbaren Schönheit und zum anderen Menschen, die das Leben und den Musikgeschmack der Bandmitglieder für immer auf besondere Art und Weise geprägt haben. So widmet sich der in Landshut geborene Sänger Fabian auch in mehreren Songs seinen niederbayerischen Wurzeln. Vielleicht fühlt sich am Ende nur derjenige frei, der seine Wurzeln kennt und auch aus höchsten Höhen stets auf diese zurückblicken kann.

So heißt es im Titeltrack „Young Bird“:
„Time you need, time to be found – roots beneath you, forever bound.“